Freitag, 27.05.2016

Glossar

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

Abdichtungen sind flächige wasserdichte Schichten aus bahnenförmigen Abdichtungsstoffen zum Schutz des Bauwerkes gegen Wasser.

Abdichtungslage ist eine flächige Abdichtung aus Bitumenbahnen, die an den Überdeckungen miteinander verklebt sind.

Abdichtungsrücklage ist ein festes Bauteil, auf das eine Abdichtung für senkrechte oder stark geneigte Flächen aufgebracht wird, wenn die Abdichtung zeitlich vor dem zu schützenden Bauwerksteil hergestellt wird.

Abdichtungsuntergrund (Untergrund) ist die Fläche, auf die die Abdichtung unmittelbar aufgebracht wird.

Ablationsprodukte (Brandschutz) werden für Außenbauteile eingesetzt, denn sie enthalten keine wasserlöslichen oder durch Wasser veränderbare Komponenten. Sie enthalten Stoffe, die bei Hitzeeinwirkung verdampfen, sublimieren oder  schmelzen. Dadurch werden die beschichteten Materialien gekühlt. Außerdem können aus den Beschichtungen Substanzen abgegeben werden, die eine flamm hemmende Wirkung haben. Nach Abschluss der Prozesse bleibt ein poröses, anorganisches, nicht brennbares und fallweise zusammengesintertes Gerüst, das zusätzlich thermisch isolierend wirkt.

Abschluss ist die Ausbildung der Abdichtung am Dachrand.

Abschottung ist eine Sicherungsmaßnahme, um Wasserunterläufigkeit in verschiedenen Schichten des Dachaufbaues zu verhindern.

Angebotswert: Der Angebotswert ist ein gewichtiger Durchschnittspreis, der aus einer Reihe von Vergleichsobjekten gebildet wird.

Anschaffungswert: Der Anschaffungswert umfasst die Kosten, die zur Zeit der Anschaffung aufgewendet werden mussten, um den Bewertungsgegenstand zu erwerben.

Anschluss ist die Ausbildung der Abdichtung an angrenzende oder durchdringende Bauteile oder Bauelemente.

Absolute Temperatur: Auf den absoluten Nullpunkt von -273,15 'C bezogene Temperatur, gemessen in K (Kelvin). Dabei ist die Temperaturdifferenz K = Temperaturdifferenz 'C. Der Unterschied besteht lediglich in der unterschiedlichen Lage des Nullpunktes.

Abwasser: Abwasser ist durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen natürlichen Eigenschaften verändertes Wasser und das von befestigter Fläche abfließende Regenwasser.

Akustik: Raumakustik VDI Richtlinie 2569, Ausg. 990, DIN 4109

Alkalibeständig: widerstandsfähig gegenüber alkalisch (basisch) reagierenden Stoffen wie z.B. Natronlauge, Kalilauge, Ammoniak, Calciumhydroxid (Ätzkalk), Wasserglas oder eine Aufschlämmung von Zement.

Allgemeine anerkannte Regel der Bautechnik: Da im vorliegenden Gutachten auch der Begriff der "allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik" verwendet wird, soll dieser vorab erläutert werden:

Der Begriff "allgemein anerkannte Regeln der Bautechnik" ist im Gesetz nicht definiert. Im Anschluss an eine grundlegende Entscheidung des Reichsgerichts (RGZ 44, 76) sind allgemein anerkannte Regeln der Technik technische Regeln, die in der Wissenschaft als theoretisch richtig erkannt sind und feststehen sowie in dem Kreis der für die Anwendung der betreffenden Regeln maßgeblichen, nach dem neuesten Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt und auf Grund fortdauernder praktischer Erfahrung als richtig und notwendig anerkannt sind.

Quelle: Praxishandbuch Sachverständigenrecht, 2. Auflage 1996, Seite 15, Rand-Nr. 19

Alterung: DIN 50035: ? Gesamtheit aller im Laufe der Zeit in einem Material irreversibel ablaufenden chemischen und physikalischen Vorgänge.?

Anlagenaufwandszahl: Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, um so effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein.
Bei der hier angegebenen ?Anlagenaufwandszahl" ist die "Primärenergie" einbezogen. Die Zahl gibt also an, wie viele Einheiten (kWh) Energie aus der Energiequelle (z. B. einer Erdgasquelle) gewonnen werden müssen, um mit der beschriebenen Anlage eine Einheit Nutzwärme im Raum bereitzustellen.
Bei Wohngebäuden ist in der Anlagenaufwandszahl auch die Bereitstellung einer normierten Warmwassermenge berücksichtigt.
Die Anlagenaufwandszahl hat nur für die Gebäudeausführung Gültigkeit, für die sie berechnet wurde.

APP bedeutet ataktisches Polypropylen und wird in Plastomerbitumen-Bahnen eingesetzt.

Asphaltmastix ist ein Gemisch aus Bitumen, Gesteinsmehl und Sand mit einem Massenanteil an Bitumen von 13 % bis 16 %.

Asbest: Asbestos ist der griechische Begriff für die für Unvergänglichkeit. Allein 2003 wurden fast 1100 Todesfälle durch Asbest verursachte Berufskrankheiten gemeldet. Nach der TRGS 519 müssen Unternehmen, die z.B. asbesthaltige Baustoffe abbauen und entsorgen einen entsprechenden Befähigungsnachweis besitzen.

Auflast ist eine schwere Schutzschicht, um die Dachschichten gegen Windsog zu sichern.

Aufenthaltsraum nach § 34 LBO wird für Autenthaltsräume im Dach auf mindestens 50 % der Grundfläche, die eine Höhe von 1,50 m und mehr aufweist, eine Mindesthöhe von 2,20 m gefordert.

Aufzug: gem. ARL 95/16/EG und EN 81 (öffentliches Gebäude). Aufzugsverordnung § 7 + ,§ 18(AufzV).

Ausgleichsschicht ist eine zusammenhängende Luftschicht, um die Übertragung von schädigenden Einflüssen aus der Unterkonstruktion auf den darüber liegenden Dachaufbau auszuschließen. Sie wird erreicht durch teilflächige Verklebung oder lose Verlegung der Folgelage.

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Baufeuchte ist die Feuchtigkeit, die während der Herstellung eines Bauwerkes eingebaut wird oder eindringt.

Bauteiltemperatur ist die Temperatur der Bauteiloberfläche, mit der die Abdichtung bei ihrem Einbau direkt in Berührung kommt.

Befestigungselement wird zur mechanischen Befestigung von Dachabdichtungen in der Unterkonstruktion eingesetzt. Es besteht aus Lastverteilteller und Schraube bzw. Spreizdübel mit Einschlagstift.

Beheizte Wohnfläche: Die Wohnfläche kann nach § 44 Abs. 1 der für den preisgebundenen Wohnraum geltenden 11. Berechnungsverordnung ermittelt werden. Sie bezieht nur die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen ein und ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche im Sinne der Energieeinsparverordnung.
Beheiztes Gebäudevolumen (Ve). Das beheizte Gebäudevolumen (Ve) ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.

Behelfsmäßige Abdichtung ist ein vorübergehender Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und z. B. eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen.
Behelfsmäßige Abdichtungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach Art und Ausführung können auch Dampfsperren oder erste Lagen von mehrlagigen Dachabdichtungen als behelfsmäßige Abdichtung verwendet werden.

Beleihungswert: De Beleihungswert ist ein bankspezifischer Wert und stellt eine Wertprognose dar. Er ist inhaltsgleich mit dem Verkehrswert/Marktwert abzüglich bestimmter Risiokoabschläge für das Verwertungsrisiko im Zwangsverwertungsfalle (Der Beleihungswert darf den Marktwert nicht übersteigen).

Belichtung: Künstliche Beleuchtung der Räume sind nach der Anforderung der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 7/3 ?Künstliche Beleuchtung? zu beachten. Insbesondere ist beim Einsatz von Bildschirmen auf Blendfreiheit und ergonomische Anordnung entsprechend ZH 1/6 18 ?Sicherheitsregeln für Bildschirm-Arbeitsplätze im Bürobereich? zu achten.

Belüftetes Dach (frühere Bezeichnung ?Kaltdach?) ist eine Dachkonstruktion mit einer oberen und einer unteren Schale mit einem dazwischenliegenden von außen be- und entlüfteten Dachraum.

Bemessungswasserstand ist der höchste, nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasserstand/Hochwasserstand. Bei von innen drückendem Wasser der höchste planmäßige Wasserstand.

Bestreuung (z. B. Beschieferung) ist ein leichter Oberflächenschutz auf Bitumenbahnen, der fabrikmäßig aus vorwiegend plättchenförmigen mineralischen Stoffen hergestellt wird.

Beweglicher Anschluss ist der An- oder Abschluss an Bauteile, der gegenüber der Unterkonstruktion und dem jeweiligen Systemaufbau Bewegungen verschiedener Art unterworfen ist.

Bewegungsfuge ist ein geplanter Zwischenraum zwischen zwei Bauwerks- oder Bauteilen, der unterschiedliche Bewegungen ermöglicht.

Bezugsflächen und Rauminhalte (geometrische Angeben):
Die Gebäudenutzfläche (AN) beschreibt die im beheiztem Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich 'der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energieeinsparverordnung ermittelt.
Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.

Bitumen ist ein viskoelastisches Erdöldestillat zur Herstellung von Bitumenbahnen und -klebemassen.

Bitumenbahnen bestehen aus Trägereinlagen mit beidseitigen Bitumendeckschichten.

Bitumendachschindeln sind kleinformatige Bauelemente auf Bitumenbasis mit Trägereinlagen, beidseitig aufgebrachten Bitumendeckschichten und oberseitiger fabrikmäßiger Bestreuung.

Bitumenklebemassen sind heiß oder kalt zu verarbeitende Stoffe zur Verklebung der Dachschichten.

Blasen sind Hohlräume zwischen Abdichtungslagen oder zwischen Abdichtung und der Unterlage.

Blitzschutz: siehe VDE V 0185, RWE-Handbuch und dehn.de

Brandmeldeanlagen: IN 14675 (neu 2004)

Brandschutztüren: dichtschließend (3 Seiten), DIN 18095 Teil 1 Seite 5  Rauchschutztüren = Wohnungstüren. (Rauchdicht = 3 Seiten + Senkdichtung). Siehe auch Musterbauordnung.

D

Dachabdichtung ist ein flächiges aus bahnenförmigen Abdichtungsstoffen bestehendes Bauteil zum Schutz eines Bauwerkes gegen Niederschlagswasser, das aus einer über die ganze Dachfläche reichenden wasserundurchlässigen Schicht besteht.

Dachablauf (siehe Gully)

Dachaufbau umfasst alle Funktionsschichten zur Herstellung des gesamten Dachsystems.

Dachbahn ist eine Bitumenbahn, die mit Bitumenklebemasse verlegt oder als Vordeckung eingesetzt wird. Trägereinlagen sind Glasvlies (einsetzbar als zusätzliche Lage) oder Rohfilz (nicht für Dachabdichtungen).

Dachbegrünung ist eine besondere Art der Dachflächennutzung mit Bepflanzung, die je nach Art der Begrünung in extensiv oder intensiv unterschieden wird.

Dachdeckungen sind im Gegensatz zu Dachabdichtungen nur regensicher und bestehen aus schuppenförmig angeordneten Baustoffen, z. B. Bitumenschindeln, Ziegeln.

Dachdichtungsbahn ist eine Bitumen- oder Polymerbitumenbahn mit hochwertiger Trägereinlage, die mit Bitumenklebemasse verlegt wird.
Dachflächenfenster

Dachflächenfenster

Dachkonstruktion (siehe Unterkonstruktion)

Dachneigung ist die Neigung einer Dachfläche gegen die Waagerechte, ausgedrückt als Winkel in Grad (°) oder als Steigung in Prozent (%).

Dämmbahn ist ein Element, das aus Wärmedämmstoff und einer Bitumenbahn besteht. Lieferformen sind Roll- und Klappbahnen (siehe auch Kaschierlage).

Dämmschichtbildner (Brandschutzanstrich) reagieren nach dem Prinzip, dass sie bei I Raumtemperatur ein kleines Volumen haben und bei 100°( bis 150°) aufschäumen. Mit steigender Temperatur wird ein schaumstabilisierender Stoff wirksam. Der Schäumungsprozess setzt sich immer tiefer im Dämmschichtbildner fort, so dass eine stark wärmedämmende, thermisch weitgehend stabile Schicht entsteht. Diese Schicht schützt die darunter liegenden Materialien. Ein zusätzlicher Kühleffekt entsteht, wenn der Umgebung Wärme zur Abspaltung und Verdampfung von Wasser entzogen wird.
Bei Stahlprofilen ist die thermische Isolierung und Kühlung der Bauteile das Wichtigste, damit ihre Funktion erhalten bleibt. Bei Brandschutzfugen und Abschottungen dient der Schaum dazu, Flammen, heißen Gasen und vor allem Rauch den Durchtritt zu verwehren.

Dämmung von Rohren: Im Untergeschoss, vor dem Heizraum, sind die Leitungen von Kalt-, Warm- und Heizungswasser ohne Dämmung durch die Trennwand geführt. Die Dämmung ist beidseitig der Wand aufgesteckt, im Bereich der Wanddurchdringung ist der Wanddurchbruch verschlossen worden, ohne die Leitungen zu dämmen. Rohrleitungen und Armaturen von Wärmeverteilungsanlagen sowie warmgehende Trinkwasserleitungen sind gegen Wärmeverlust zu dämmen. Trinkwasseranlagen (kalt) sind vor Erwärmung und ggf. vor Tauwasserbildung zu schützen. Dies gilt auch für Leitungen in Wand- und Deckendurchbrüchen. Die Mindestdicke der Dämmschicht ist von der Nennweite der Leitungen abhängig. Nähere Angaben sind in der Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnischen Anlagen und Wärmewasseranlagen /l/2.6 (Heizungsanlagenverordnung) und der DIN 1988 Teil 2 : 1988-12, Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen, geregelt. Die bestehenden Leitungen sind im Bereich der Wanddurchführung ohne jegliche Dämmung ausgeführt. Dies ist ein Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik für die Ausführung von Installationsarbeiten. Die Dämmung ist zu ergänzen.

Dampfdruckausgleichsschicht ist eine zusammenhängende Luftschicht zum Ausgleich örtlich entstehender Dampfdruckunterschiede. Sie wird erreicht durch teilflächige Verklebung oder lose Verlegung der Folgelage.

Dampfsperre ist eine Schicht, welche die Diffusion von Wasserdampf vermindert oder verhindert.

Deckaufstrich ist eine heiß oder kalt aufzubringende Bitumenschicht.

Deckschicht (Deckmasse) ist eine beidseits der Trägereinlage angeordnete dichtende Schicht aus Oxidations-, Elastomer- oder Plastomerbitumen.

Dehnung bei Höchstzugkraft ist die Angabe der Längenänderung in % bei Erreichen der Höchstzugkraft (siehe Höchstzugkraft).

Dehnungsfuge (siehe Bewegungsfuge)

Drehungsfrei: Seile können drehungsfrei oder lediglich drehungsarm sein. Angenommen, eine ungeführte Kraft wirkt in Richtung seiner Achse auf das Seil ein. Drehungsfrei ist das Seil dann, wenn es sich unter diesen Umständen nicht um seine Längsachse dreht. Dreht es sich im gleichen Fall nur wenig um seine Längsachse, ist es drehungsarm.

Destillationsbitumen ist eine weiche bis mittelharte Bitumensorte, die durch schonende Destillation aus Erdöl gewonnen wird. Es wird durch die Penetration gekennzeichnet.

Dichtheit des Grbäudes: Gemeint ist die Dichtheit der wärmeübertragenden Umfassungsfläche. Sie soll sicherstellen, dass der Austausch der Raumluft nicht unkontrolliert aufgrund der Wind- und Luftdruckverhältnisse, sondern gezielt nach hygienischen Erfordernissen oder sonstigen Bedürfnissen (z. B. Behaglichkeit, gesundes Raumklima) erfolgen kann. Unerwünschte Luftwechsel über Bauteilfugen sind nicht nur zusätzliche Energieverluste, sie können auch zu Bauschäden führen, wenn sich durch warme, feuchtigkeitsgeladene Luft in kalten Bauteilschichten Tauwasser bildet. Die Lüftung eines Gebäudes wird durch eine nach dem Stand der Technik dichte Ausführung nicht beeinträchtigt; sie kann nur durch gezieltes, wohldosiertes Öffnen der Fenster oder durch Lüftungsanlagen sichergestellt werden.

Dichtigkeitsprüfung: Alle neu verlegten Entwässerungs-Grundleitungen müssen gemäß DIN 1986 Teil 1 Ziffer 6.1.13 einer Dichtigkeitsprüfung nach DIN EN 1610 (ehemals DIN 4033) unterzogen werden (siehe auch DIN 1986 Teil 1 Ziffern 2.10 und 4.3).

Diffusion: Unter Diffusion versteht man die Wasserdampfwanderung von der Seite des höheren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise innen) zur Seite des niedrigeren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise außen).  Durch Diffusion kann es im wärmegedämmten Dach zu einer schädlichen Tauwasserbildung kommen, die durch Erhöhung des Feuchtegehaltes den Wärmeschutz und die Standsicherheit der Tragkonstruktion gefährdet oder zu Schädlingsbefall führt.

Diffusionsoffen: wasserdampfdurchläsig.

Direkteinleitung: Abwassermenge, die unbehandelt oder nach einer Behandlung unmittelbar in Oberflächengewässer bzw. in den Untergrund eingeleitet wird.

Drei-Liter-Haus: Verbrauch: 30 kWh/m2, das entspricht drei Liter Erdöl je Quadratmeter. Notwendige Dämmstärken / U-Wert beim Dach: 25 bis 35 cm /0,15; Wände: 15 bis 20 cm /0,25; U-Wert für Fenster 1,4 bis 0,8; Konsequente Ausrichtung nach Süden, Brennwertkessel meist mit solarer Unterstützung, zentrale Lüftung.

Dürnitz: Der Begriff ist wohl eine nach dem Hören geformte Eindeutschung des slawischen "dwornitza" oder "turnitza" und bezeichnet einen beheizbaren Raum, meist eine Halle in einer Burg oder einer aus der Burg hervorgegangenen Schlossanlage (wie etwa beim Alten Schloss in Stuttgart). In älteren Darstellungen findet man Dürnitz oft auch als "Dirnitz" oder gar "Tyrnitz" geschrieben. Das Wort kommt übrigens erst im Spätmittelalter auf und ersetzt die bisher gebräuchliche "Kemenate", hinter der sich, wenn man sich das lateinische "caminata" zu Hilfe nimmt, leichterdings der "Kamin" zu erkennen gibt. In der burgenkundlichen Literatur des 19. Jahrhunderts, deren Darstellungen recht "romantisch" häufig vom Minnesang inspiriert sind, wobei Richard Wagner eine große Rolle spielt ("Tannhäuser"), galt die Kemenate, weil beheizbar, eben zugleich als "Frauenzimmer': Aber bereits 1895 lehnte der gestrenge Burgenkundler Otto Pi per diese Deutung als unwissenschaftlich ab: Man habe keine zuverlässigen Erkenntnisse über die Wohnfunktionen in mittelalterlichen Burgen. Die berühmteste Kemenate im land ist wohl das romanische "Kemenathaus" in Bad Wimpfen am Berg, zwischen Blauem und Rotem Turm und westlich des Palas gelegen. Dort gibt es im ersten Obergeschoss eine etwa 170 Quadratmeter große Halle, die sich durch zwei große Kamine beheizen ließ. Spekulationen führen dann doch dahin, dass die Königin mit ihrem Gesinde bei den Aufenthalten in der Wimpfener Pfalz hier residiert haben könnte. Eine zur gleichen Zeit wie das Wimpfener Kemenathaus entstandene, beheizbare Halle aus staufischer Zeit, birgt Schloss Ramsberg bei Göppingen.

Durchdringung ist ein Bauteil oder Bauelement, das den Dachaufbau durchdringt.

Durchwurzelungsschutz ist eine Schicht zur Vermeidung von Wurzeldurchwuchs durch die Dachabdichtung. Der Durchwurzelungsschutz kann durch die Abdichtungsoberlage selbst oder durch eine separate Durchwurzelungsschutzschicht erreicht werden.

Dynamisches Licht: dynamisch vom griechischen ?dynamiké ? mächtig? und ?dynamis ? Kraft?.

 

E

Edelstahl: Edelstahl ist die Bezeichnung für legierte und unlegierte Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt 0,035% nicht überschreitet (DIN EN 10020). Die Legierungen setzen sich zusammen aus den Elementen Eisen, Chrom, Nickel, Molybdän, Silicium, Wolfram, Vanadium, Titan, Niob u. a. Liegt die Summe aller Legierungselemente (außer Kohlenstoff) über 5%, bezeichnet man den Edelstahl als "hoch legiert". Die chemischen, thermischen und mechanischen Eigenschaften des Edelstahls hängen von der Legierungszusammensetzung, der wärmetechnischen Behandlung und der Oberflächenveredlung ab. Ziel ist, einen Edelstahl-Werkstoff mit optimierten Eigenschaften für einen speziellen Anwendungsbereich eines Weiterverarbeiters zu produzieren. Typische Einsatzgebiete von Edelstahl sind Werkzeugstähle, die chemische Industrie, Verbrennungsanlagen, Verkehrstechnik, medizinische Geräte, Lebensmittelverarbeitung und Wälzlager. Im privaten Haushalt zu finden: Waschmaschinentrommeln, Kochtöpfe und Essbestecke. (BINE projekt info 06/06).

Eigenüberwachung ist die werkseigene Produktionskontrolle. Sie ist Voraussetzung für die Übereinstimmungserklärung des Herstellers. Prüfumfang und -häufigkeit sind in DIN V 52144 geregelt.

Einbaumenge ist die Menge Klebemasse, Asphaltmastix, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung oder Deckaufstrichmittel im eingebauten Zustand.

Einbauteil ist ein Bauteil oder Element, das Dachdeckungen oder -abdichtungen nur in Teilschichten durchdringt, z. B. Sicherheitsdachhaken oder Absturzsicherungen.

Einbautemperatur ist die Temperatur der Abdichtungsstoffe beim Einbau.

Einbettung der Abdichtung ist die hohlraumfreie Lage der Abdichtung zwischen Abdichtungsuntergrund und Schutzschicht, ohne dass die Abdichtung einen  nennenswerten Flächendruck erfährt.

Einlage (siehe Trägereinlage)  

Einlagige Verlegung von speziell entwickelten Polymerbitumenbahnen ist eine Anwendung entsprechend DIN 18531. 

Einpressung der Abdichtung ist die hohlraumfreie Lage der Abdichtung zwischen zwei festen Bauteilen, wobei die Abdichtung einem ständig wirkenden Flächendruck ausgesetzt ist.

Einschaliges Dach (siehe nichtbelüftetes Dach)

Eintauchtiefe ist die Höhendifferenz zwischen der tiefsten abzudichtenden Bauwerksfläche und dem Bemessungswasserstand.

Elastomerbitumenbahnen (PYE) sind Bitumenbahnen, deren Deckschichten aus mit Elastomeren modifiziertem Bitumen bestehen.

Elastomerbeläge (Gummibeläge) können oder müssen verfugt werden, Eine Verfugung, die Abdichtung der Stöße oder Ränder empfiehlt sich immer, wenn feuchtigkeitsempfindliche Untergründe vorliegen, bei Belägen mit Schaumrücken oder wenn Räume einer intensiven Nassreinigung ausgesetzt sind, Die Thermoverfugung darf erst nach vollständigem Abbinden des Klebstoffes erfolgen, frühestens nach 24 Stunden, besser aber erst nach zwei bis drei Tagen Liegezeit. Die Fugen des Belages werden ca. 3,5 Millimeter breit mit der Fugenfräse, bei kleineren Flächen tut es auch ein Fugenzieher, ausgefräst oder ausgeschnitten. Der benötigte Schmelzdraht wird mit dem Handschweißgerät oder Schweißautomaten eingeschweißt. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist so zu bemessen, dass der geschmolzenen Draht gut in die Fräsnaht hinein läuft. Der Überstand wird in zwei Arbeitsgängen abgestoßen. Der erste erfolgt bei noch nicht erkalteter Fuge mit dem Viertelmondmesser und aufgestecktem Schlitten. Das Bündigschneiden erfolgt bei erkalteter Fuge allein mit dem Viertelmondmesser. Wenn in besonderen Bereichen wie Labors oder Krankenhäusern spezielle Anforderungen gestellt werden, können auch Zweikompenenten - Fugenmassen eingesetzt werden.

Elektroanlagen: So dass kein Blindstrom an das EVU zu bezahlen ist.

ELOXAL (Anodisation) Aluminium in seiner natürlichen Art technisch eloxiert, dekorativ gebeizt oder mechanisch vorbehandelt, im Naturton belassen oder in Bronzetönen gefärbt... ELOXAL, das ideale Verfahren zur Gestaltung von Aluminiumoberflächen. Hervorragender Korrosionsschutz -in über 60jähriger Bewitterungspraxis bewährt.
Was ist ELOXAL? Durch elektrolytische (anodische) Oxidation resultierender, definierter Schichtaufbau von Aluminiumoxid aus dem Aluminium wachsend.
Eloxalanlage:

 

Empore: Emporen sind die angestammten Standorte von Orgeln. sie liegen den Chören gegenüber auf den Westseiten der meisten unserer Kirchen - von den gotischen Gotteshäusern in Freiburg. Ulm, Schwäbisch Gmünd oder Esslingen bis zu den Barockkirchen Oberschwabens oder den Jesuitenkirchen der Kurpfalz in Heidelberg wie Mannheim. All diese Emporen bilden sozusagen das ästhetische Gegengewicht zu den Chören." Dagegen ist die "umlaufende", U-förmige Empore ein Charakteristikum der "Predigtkirchen" des Protestantismus. Schön erhaltene Beispiele solch barocker protestantischer Kirchen stehen etwa in Nordfranken: Altar, Kanzel und Orgel in einem so genannten Kanzelaltar als prachtvolle Einheit übereinander; sie erlauben diese U-förmig umlaufende Emporensituation oft über zwei, drei Stockwerke, wobei die Brüstungen auch (z.B. U-förmige Empore der evangelischen Pfarrkirche, auch Franziska-Kirche genannt, von Stuttgart-Birkach) Bildflächen abgeben können, etwa für biblische Darstellungen, die "Biblia pauporum" als göttliche Botschaft im Bild für Leseunkundige. Eine späte Anspielung auf diesen protestantisch-barocken "Emporenkirchen- Typus" mit bemalten Emporen-Kassetten bietet Theodor Fischers weithin berühmte Jugendstil-Dorfkirche im hohenlohischen Gaggstatt. Den Typus einer Emporenkirche mit Herrschaftsloge hat der württembergische Klassizist Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer mit seiner 1779/80 für Franziska von Hohenheim gebauten. protestantischen Dorfkirche in Birkach verwirklicht. Die ersten Emporen gab es wohl schon in den Ostkirchen des 5./6. Jahrhunderts, wo sie der Geschlechtertrennung dienten, eine Funktion, die sie auch noch im abendländischen Mittelalter hatten; daher übrigens auch die Bezeichnung Nonnenempore.

EMV: Elektromagnetische Verträglichkeit

Endenergiebedarf: Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie wird an der "Schnittstelle" Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen dem Eigentümer) geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders interessante Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis getrennt nach verwendeten Energieträgern angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel
kleiner ist als die Gebäudenutzfläche.

Energiebedarf: Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.

Energiebilanz: Gegenüberstellung aller Energieströme eines Hauses: der Zuflüsse, beispielsweise durch Heizung, Sonneneinstrahlung etc., und der Abflüsse, beispielsweise durch Lüftung, Transmission, etc.

Energiefluss: Gesamtheit aus Zufuhr, Verbrauch und Verlust von Energie innerhalb eines geschlossenen Systems (z.B. eines Hauses).
Entwässerungsleitungen: Alle neu verlegten Entwässerungs-Grundleitungen müssen gemäß DIN 1986 Teil 1 Ziffer 6.1.13 einer Dichtigkeitsprüfung nach DIN EN 1610 (ehemals DIN 4033) unterzogen werden (siehe auch DIN 1986 Teil 1 Ziffern 2.10 und 4.3).
DWA-A 116-1 : Besondere Entwässerungsverfahren ? Teil 1: Unterdruckentwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden, März 2005.

Epitah: Auch wenn das lateinische "Epitaphium" eigentlich "Grabinschrift" meint, ist das Epitaph kein Grabstein und keine Grabplatte, sondern das Gedächtnismal für einen Verstorbenen, meist an den Innen- oder Außenwänden von Kirchen aufgestellt und gerne auch an den Pfeilern, die im Kircheninneren Hauptschiff und Seitenschiffe trennen. Das Epitaph ist ein spätmittelalterliches Sujet, kommt mit dem 14. Jahrhundert auf und entwickelt sich in den vierhundert Jahren bis zum Barock zu einer immer eigenständigeren und spektakuläreren bildhauerischen Kunstform. Anfangs zeigt es vor allem den Verstorbenen im Relief, bevorzugt im Knieen betend. Danach erweitert sich der Themenkreis immer mehr um Darstellungen biblisch vorgegebener Sterbensthematik wie Grablegung, Auferstehung oder Jüngstes Gericht. Dabei vergrößern sich auch die Dimensionen - aus der bescheidenen Steinplatte wird schließlich ein monumentales Denkmal zur Verherrlichung des Verstorbenen. Damals beginnt auch eine Art "Architekturisierung" des Epitaphs. Oft bergen nun mehrgeschossige, haus- oder bühnenartige Gebilde mit Säulen und Ädikula eine vollplastische, nicht mehr nur reliefierte Figurenwelt, zu der namentlich im Barock der allgegenwärtige Tod gehört. Das überwiegende Werkmaterial für das Epitaph bei uns ist Stein - vom heimischen Sandstein bis zum Marmor. Später, vor allem im Barock, kommen dann auch Messing und Bronze vor. In unseren Heften habert wir im Rahmen der Förderberichte die Epitaphe auf dem Alten Nürtinger Friedhof (4/1999) und dem Alten Friedhof in Freiburg-Herdern (3/2004) skizziert. Die wohl eindrucksvollsten Epitaphe und sozusagen die Musterbeispiele all dessen, was wir hier zu erläutern suchten, gibt es übrigens im Chorumgang des Freiburger Münsters.

EPS bedeutet Expandiertes Polystyrol. Es wird als Plattenware oder Dämmbahn für die Wärmedämmung eingesetzt (DIN 18164-1).

Erdbeben: DIN 4149 April 2005

Erker: Am imposantesten wirkt der Erker als freischwebende Eckverzierung ohne jede Bodenhaftung. Am Ostrand der Stuttgarter City etwa gibt es, die Sängerstaffel hoch, eine kleine Parade immer höher und höher steigender Erker, wie Kleinhäuser vors stattliche Stadtpalais gesetzt. Der Wohnhaus-Erker, im späten 19. Jahrhundert zuzeiten von Historismus und Vormoderne wieder entdeckt, ist immer auch Indikator für bessere städtische Wohngegenden, er adelt gewissermaßen das dahinter liegende Haus. Der Erker, laut Definition im erwähnten Reclam-Burgenführer (Seite 4), ist "ein auf steinernen Konsolen oder Kraghölzern aufsitzender, geschlossener runder, polygonaler oder meist rechteckiger Vorbau': Ursprünglich diente er wohl militärischen Zwecken, als "Streichwehr" zur "Bestreichung" des darunter liegenden Grabens mit Pfeilen oder Kugeln. Bald aber, schon im 12. Jahrhundert, wird aus dem martialischen ein repräsentatives Element, oder auch nur, wie im Falle von Wimpfens Aborterker am Roten Turm, eine notwendig runde Ausbuchtung. Der Erker ist übrigens weit mehr ein profanes denn ein geistliches Bauten-Element und war, nun von innen betrachtet, nach seiner Wiederentdeckung im späten 19. Jahrhundert eine höchst nützliche Wohnraumerweiterung, sei's zur Platzierung des "Sorgenstuhls" oder auch für die Zimmerlinde. Er diente mit seinem zusätzlichen Fenster über Eck der intensiveren Belichtung und erlaubte auch mit seinen Seitenfenstern einen ergiebigeren, "weitwinkeligeren" Auslug in die Umgebung als das übliche Fenster.

Erweichungspunkt ist eine Temperaturmaßzahl für das Fließverhalten von Bitumen bei hohen Temperaturen. Er wird nach Ring- und Kugelmethode (R+K) geprüft.

exPS bedeutet Extrudiertes Polystyrol. Es wird als Plattenware für die Wärmedämmung (DIN 18164-1) außenseitig der Abdichtung angeordnet.

Extensivbegrünung ist die Begrünungsart für eine Dachfläche mit anspruchslosem, niedrigem, pflegearmem Bewuchs, z. B. Sedumpflanzen.

 

F

Fassade: Außenwände mit angemörtelter keramischer Bekleidung (DIN 18 515).
Festes Bauteil ist ein Bauteil, das ohne größere Formänderung Kräfte aufnehmen oder weiterleiten kann.

Feuerhemmend ist die Eigenschaft von Bauteilen eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 bzw. mindestens 60 Minuten aufzuweisen.

Feuerwiderstandstandsdauer ist die Mindestdauer in Minuten, während der ein Bauteil bei der Prüfung nach vorgegebenen/festgelegten Forderungen/Bestimmungen ? ebenso vorgegebene/festgelegte und ? gestellte Anforderungen erfüllt.

Filtervlies ist eine Schicht, die das Einschlämmen von Feinteilen in darunter liegende Schichten des Dachaufbaues verhindert.

Flanschkonstruktion ist eine in der Regel aus Stahl bestehende Konstruktion aus einbetoniertem Festflansch mit angeschweißten Gewindebolzen und entsprechend gelochtem Losflansch zum Einklemmen einer Abdichtung, um durch Anpressen (Anziehen der Muttern) eine wasserdichte Verbindung herzustellen.

Flechtseil: Flechtseile sind spezielle Formen von Flachseilen oder auch Rundseilen. Sie werden zum einen als Förderseile in Schacht- und Schrägförderanlagen verwendet, zum anderen als Vorholseile im Freileitungsbau. Aus Flechtseilen lassen sich auch Bandseilhebebänder herstellen.

Fluchttüren: Selbstverriegelnde Anti-Panikschloss. Kennzeichnung nach DIN 67510.

 
Französische Balkone: d.h. dass unmittelbar vor den Balkontüren lediglich ein Geländer angebracht wird, so dass die Balkontüren nur Fenstercharakter haben.

Fremdüberwachung ist die neutrale Produktkontrolle durch Institute. Bestandteil ist die Überprüfung der Eigenüberwachung.

Frostschaden: VDI 2069: ?Verhindern des Einfrierens von Wasser führenden Leitungen.

Fügetechnik ist die Technik der materialgerechten Naht- und Stoßverbindungen von Abdichtungsbahnen zur Herstellung einer Abdichtungslage.

Füllstoff ist Gesteinsmehl (Schiefer-, Kalkstein- oder Basaltmehl). Es stabilisiert die Deckschichten bei Lagerung und Transport und erhöht die Trittfestigkeit verlegter Bahnen.

Fugenkammer ist eine Verbreiterung einer Bewegungsfuge in ausreichender Tiefe an der Abdichtungsfläche.

Fugenverstärkung ist die Verstärkung einer Abdichtung durch eine oder mehrere zusätzliche Abdichtungslagen im Bereich einer Bewegungsfuge.

G

Gasversorgung: Verlegen der Gasleitung (Stadt- und Ferngas) bis 1 bar nach TRGl 86 bzw. DVGW-Arbeitsblatt 600 hinter der Hauptsperreinrichtung in Gebäuden und auf Grundstücken.

Geblasenes Bitumen (Oxidationsbitumen) wird aus heißflüssigem Destillationsbitumen durch Einblasen von Luft bei hohen Temperaturen gewonnen. Es wird durch den Erweichungspunkt (EP) und die Penetration gekennzeichnet, z. B. Bitumen 100/25.

Gebrauchswert: Subjektiv geschätzter Nutzen oder objektiv gegebene Eignung eines Gutes zur Befriedigung von Bedürfnissen und zur erfüllung bestimmter Zwecke.

Gefälle (siehe Dachneigung)

Gefälledächer werden in der Regel mit keilförmig geschnittenen Dämmplatten hergestellt.

Gefüllte Bitumenklebemasse ist eine aus Bitumen und Füllstoff, z. B. Gesteinsmehl, bestehende Masse.

Gelege sind grobmaschige Gitter aus Glas- und/oder Polyesterfäden, meist in Verbindung mit Glas- oder Polyester-Vliesen als Verbundträger mit hoher Höchstzugkraft und mittlerer Dehnung für Schweiß- und Kaltselbstklebebahnen.

Gemeine Wert: der Gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen. Der Gemeine wert ist inhaltsgleich mit dem Verkehrswert., Marktwert und grundsätzlich auch mit Fair Value (vgl. § 9 II BeWG). 

Genutzte Dachfläche ist eine Fläche, die für den Aufenthalt von Personen (einfache Beanspruchung), für die Nutzung durch Fahrzeuge (schwere Beanspruchung) oder für die Intensivbegrünung vorgesehen ist.

Geruchsbelästigung: Parkett: Wenn es nach Renovierungsarbeiten stinkt, müssen die Handwerker dafür haften. So entschied das Gericht, dass einem Auftraggeber eine Entschädigung von 1.800 Euro sowie Ersatz der Reparaturen zusteht. Der Kläger hatte sein Parkett versiegeln lassen. Anschließend ging davon monatelang ein starker Lösungsmittelgeruch aus. Zwar waren die Dämpfe nicht gesundheitsschädlich, aber die Richter sahen darin trotzdem einen Werkmangel. OLG Köln, 3 U 66/02

Gewässergütezustand: Einteilung der Gewässer nach dem Grad ihrer Verunreinigung unter biologischen Gesichtspunkten:
Gütestufe 1: nicht oder kaum verunreinigt
Gütestufe 2: mäßig verunreinigt
Gütestufe 3: stark verunreinigt
Gütestufe 4: sehr stark verunreinigt

Gießverfahren ist eine Klebetechnik, bei der Bitumenbahnen in die vor die Rolle gegossene erhitzte Bitumen-Klebemasse eingerollt werden.

Glasprismenreflektor: Derzeit effizientester Reflektortyp, basierend auf der Totalreflexion des Lichtes; die totalreflexion ist ein bei Licht beobachtbares Wellenphänomen. Sie tritt an der grenzfläche zweier transparenter Medien (zum Beispiel Glas und luft) auf. Im Falle von Licht wird dieses hierbei an der Grenzfläche nicht gebrochen, sondern vollständig reflektiert, obwohl die Grenzfläche nicht becshichtet ist. Weitere Vorteile: Glas ist antistatisch, daduch sehr geringe Verschmutzung, Langlebigkeit, Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinfluss.

Glasvlies ist eine Trägereinlage mit geringer Höchstzugkraft und geringer Dehnung (siehe auch Dachbahn).

Glasgewebe ist eine Trägereinlage mit sehr hoher Höchstzugkraft und geringer Dehnung für Dachdichtungsbahnen und Schweißbahnen.

Glasfasergewebe: Gewebe aus Glasfiber. Glasfiber sind Fasern, die durch Ziehen, Schleudern und Blasen aus wieder aufgeschmolzenem Rohglas hergestellt werden.

Grundwasser: Unterirdisch anstehendes Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und nur der Schwere unterliegt, ohne natürlichen Austritt.

Gründach (s. Dachbegrünung)

Güteüberwachung ist die Qualitätskontrolle der Fertigware. Sie teilt sich auf in Eigenüberwachung durch Werkslabors und (freiwillige) Fremdüberwachung.

Gully ist ein Einbauteil zur Entwässerung der Dachfläche, das grundsätzlich an den Tiefpunkten der Dachfläche anzuordnen ist.

Gummibeläge: Elastomerbeläge (Gummibeläge) können oder müssen verfugt werden, Eine Verfugung, die Abdichtung der Stöße oder Ränder empfiehlt sich immer, wenn feuchtigkeitsempfindliche Untergründe vorliegen, bei Belägen mit Schaumrücken oder wenn Räume einer intensiven Nassreinigung ausgesetzt sind, Die Thermoverfugung darf erst nach vollständigem Abbinden des Klebstoffes erfolgen, frühestens nach 24 Stunden, besser aber erst nach zwei bis drei Tagen Liegezeit. Die Fugen des Belages werden ca. 3,5 Millimeter breit mit der Fugenfräse, bei kleineren Flächen tut es auch ein Fugenzieher, ausgefräst oder ausgeschnitten. Der benötigte Schmelzdraht wird mit dem Handschweißgerät oder Schweißautomaten eingeschweißt. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist so zu bemessen, dass der geschmolzenen Draht gut in die Fräsnaht hinein läuft. Der Überstand wird in zwei Arbeitsgängen abgestoßen. Der erste erfolgt bei noch nicht erkalteter Fuge mit dem Viertelmondmesser und aufgestecktem Schlitten. Das Bündigschneiden erfolgt bei erkalteter Fuge allein mit dem Viertelmondmesser. Wenn in besonderen Bereichen wie Labors oder Krankenhäusern spezielle Anforderungen gestellt werden, können auch Zweikompenenten - Fugenmassen eingesetzt werden.

H

Haftgrund (siehe Voranstrich)

Harte Bedachung ist ein Begriff des Bauordnungsrechtes und beschreibt eine Klassifizierung von Dachaufbauten nach DIN 4102-7 (Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen), die ausreichend widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme sind.

Höchstzugkraft ist die Kraft, die bei der Prüfung eines 5 cm breiten Bahnenstreifens bis zum Bruch der Einlage aufzuwenden ist.

HWL bedeutet Holzwolle-Leichtbauplatten, ein Dämmstoff aus zementgebundenen Holzfasern für Flachdächer.

HQL-Lampe: Quecksilber Hochdrucklampe

Hygiene: VDI 6022-1 Entwurf: Hygieneanforderungen an Raumlufttechnische Anlagen Februar 2005; VDI 6023-2 Hygienebewusste Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen März 2005.

Hydrophobierung: Prozess der einen Baustoff wasserabweisend macht.

Hydraulischer Abgleich: Durch einen hydraulischen Abgleich wird erreicht, dass jeder Heizkörper mit genau der Wärmemenge versorgt wird, die er benötigt. Unterbleibt dieser Abgleich, wird die Heizenergie nicht effizient genutzt, weil der Heizkörper, der näher an der Heizanlage ist, sonst stärker mit Energie versorgt wird, als der im  Dachgeschoss.
Der hydraulische Abgleich reduziert den Energieverbrauch und steigert den Wohnkomfort.

I

Indirekteinleitung: Abwassermenge, die unbehandelt oder nach einer Behandlung in die öffentliche Kanalisation bzw. an andere Betriebe abgeleitet wird.

Innenliegende Regenrinne: In der DIN 1986, Teil 1 Ziff. 30.2.1 heißt es: Innenliegende Rinnen sind als Sonderausführung anzusehen, bei der eine größere Gefährdung des Gebäudes durch Stauwasser gegeben ist.    (Kommt bei starkem Regen das Fallrohr an seine max. Aufnahmekapazität läuft Regenwasser über das Traufblech in das Gebäudeinnere.

Intensivbegrünung ist die Begrünung für eine Dachfläche mit anspruchsvollem, pflegeintensivem Bewuchs (Gräser, Stauden, Sträucher und Bäumen) und entsprechendem Aufbau der Vegetationstragschicht.

Interne Wärmegewinne: Gewinn von Wärme in der Wohnung, der nicht durch Heizung, sondern durch Kochen, Backen, Körperwärme, etc. entsteht.

J

Jahres-Primärenergiebedarf: Jährliche Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der Energieeinsparverordnung.

K

Kabelschlagseil: Ein Kabelschlagseil ist ein Seil, das über eine zentrale Faser oder Stahleinlage verfügt. Die Schenkel eines Kabelschlagseils bestehen aus einlagigen Rundlitzenseilen.

Kaliwasserglas: Bindemittel von Silikatfarben und ?putzen.

Kalkhydrat: gelöschter, sprich mit Wasser in Verbindung gebrachter Kalk, der durch Brennen von Kalkstein hergestellt wird.

Kälteflexibilität (siehe Kaltbiegeverhalten)

Kaltbiegeverhalten ist eine Prüfung zur Ermittlung des Biegevermögens von Bitumenbahnen bei tiefen Temperaturen.
Kaltdach (siehe belüftetes Dach)

Kaltklebeverfahren ist die Klebetechnik, mit der Bitumenbahnen bzw. Dämmstoffe mit Kaltklebern aufgeklebt werden.

Kaltselbstklebeschicht sind Polymerbitumenbahnen, werkseitig mit einer unterseitigen Kaltselbstklebeschicht ausgerüstet, die nach Abzug einer Trennfolie oder eines Trennpapiers unter Druck auf einen kaltselbstklebefreundlichen Untergrund verlegt werden.

Kaschierlage ist eine Bitumenbahn, die werksseitig auf einen Dämmstoff aufgeklebt ist.

Kehle ist eine Entwässerungslinie zu einem Dachablauf.

Klärschlamm: Durch Behandlungsverfahren aus dem Abwasser abgetrennte, wasserhaltige Stoffe (ausgenommen Rechen-, Sieb- und Sandfanggut).

Klebeflansch ist ein flächiges Einbauteil, das mit Durchdringungen von Abdichtungen wasserdicht verbunden und zum Auf- und Einkleben der Abdichtung geeignet ist.
Klebemasse (siehe Bitumenklebemasse)

Klemmschiene ist ein flanschartiges Metallprofil, mit dem Anschlüsse von Dachabdichtungen an Bauwerksteile angeklemmt werden.

Kondensation: Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand beim Unterschreiten der Kondensationstemperatur. Im Innern von Räumen findet Kondensation statt, wenn die wasserdampfbelassene Luft Flächen oder Gegenstände berührt, deren Temperatur unter dem Taupunkt liegt. An Fenstern und Kacheln erkennt man die kleinen Wassertröpfchen sofort, an den Wänden erst später: in Form von Schimmel und Modergeruch.

Kompaktdach ist eine nicht belüftete, einschalige Dachkonstruktion, bei der der Dachaufbau unmittelbar auf der Unterkonstruktion aufliegt. Alle Schichten werden hohlraumfrei miteinander verklebt.

Kork besteht aus expandierten Naturkorkteilchen. Mit Bitumen gebunden wird er als Imprägnierter Kork, mit eigenen Harzen gebunden als Backkork bezeichnet. Er wird als Plattenware für die Wärmedämmung eingesetzt (DIN 18161-1).

K-Wert: siehe U-Wert.

L

Lagenrückversatz ist eine Anschlusstechnik bei Einklebungen, wobei die letzte Lage die abgestuft verlegten unteren Lagen überdecken muss.

Lagenversatz ist die Anordnung der Bahnen mehrerer Abdichtungslagen, damit die Nähte nicht übereinanderliegen.

Latexfarbe : Anstrich im Treppenhaus des Vermessungsamtes mit Caparol Amphibolin 2000' im Farbton Sto 20701 ausgeführt wurde. Dieser Anstrich ist scheuerbeständig nach DIN 53778 bzw. Nassabriebklasse I nach DIN EN 13300. Das verwendete Produkt Amphibolin 2000 ist höherwertig als sonstige  Latexfarben. Dieses Produkt wird von uns dann verwendet, wenn intensive Farbtöne gestrichen werden, da hiermit ein .gleichmäßiges Anstrichbild erzielt wird.(Haver-Ritter 2005)

Laugen sind wässrige Lösungen von Basen (Metalloxyde + Wasser). Laugen werden in der Industrie, in Labors eingesetzt, leider finden wir sie auch im Haushalt in Putz- und Reinigungsmitteln. Bei Beratungen wird in bestimmten Fällen nach dem Verhalten von Bodenbelägen gegenüber Laugen gefragt. Bei Beanstandungen wegen Fleckenbildung oder gar Zerstörung des Bodenbelages können angewandte oder verschüttete Laugen als Ursache in Frage kommen. PVC-Beläge - insbesondere gering gefüllte sind gegen Laugen weitgehend beständig. Bei Kautschukbelägen hängt die Beständigkeit von der Zusammensetzung ab. Linoleum ist gegen Lauge bei längerer Einwirkung nicht beständig, weil die im Belag enthaltene Öle und Harze verseifen. Bei der Reinigung von Linoleum dürfen deshalb keine alkalischen Mittel verwendet werden. Die bekannten Scheuermittel Ata, Vim und so weiter sind stark alkalisch und daher schädlich. Teppichböden verhalten sich faserabhängig: Natürliche Fasern wie Wolle, Jute werden angegriffen und bei längerer Einwirkung sogar völlig aufgelöst. Synthetics sind im Allgemeinen beständig. Polyamid und Polyolefine sind sehr widerstandsfähig, Polyester und Polyacryllösen sich in starken Laugen, insbesondere in heißen. Nasse Zementestriche reagieren alkalisch, Harzklebstoffe oder harzhaltige Klebstoffe können verseifen.

LED Leuchtdiode (Kurz: LED für Light Emitting Diode oder lichtemittierende Diode)

Linienbefestigung
ist ein kontinuierliches Band oder Profil zur mechanischen Befestigung der Dachabdichtung.

Lichtpunkthöhe defibniert den Abstand von Nutzebene zu Lichtaustritt.

Lineare Befestigung ist eine in Reihe angeordnete punktweise Einzelbefestigung der Dachabdichtung.

Los- und Festflanschkonstruktion (siehe Flanschkonstruktion)

Lüftung: DIN EN 13141-5 Lüftung von Gebäuden ? Leitungsprüfung von Bauteilen/Produkten für die Lüftung von Wohnungen ? Teil 5; Hauben und Dach-Fortdurchlässe, Januar 2005.

Luftdichtheit ist die Beschaffenheit von Konstruktionen zur Vermeidung von Wärmeverlusten durch unkontrollierten Luftaustausch und zur Vermeidung von Tauwasserbildung infolge von Konvektion feuchter Luft. Bei luftdichten Konstruktionen findet bei den praktisch auftretenden Luftdruckdifferenzen kein Luftdurchgang im Sinne eines Luftaustausches mit der Außenluft statt (aus DIN 4108-3:2001-02).

Luftfeuchtigkeit wird erhöht durch den Einsatz von Dampfbefeuchtern (Verdampfern). Weil in den strombeheizten Wasserbehältern das Wasser bis zu 100 Grad Celsius erhitzt wird, werden auch Bakterien abgetötet. Im Gegensatz dazu gelten Ultraschallvernebler geradezu als Bakterienschleudern. Elektrisch betriebene Verdunster kommen oft nicht ohne Beigabe von Bioziden aus. Eine zwar billige, aber nicht sehr effektive Methode sind wassergefüllte Verdunster, meist aus Ton, die an die Heizkörper gehängt werden. Steht das Wasser länger darin, wird es zum Brutplatz für Mikroorganismen. Bei niedrigen Außentemperaturen sollte man kürzer lüften, weil die einströmende kalte Luft trocken ist und die Luftfeuchtigkeit weiter reduziert.

LX: Lux-Beleuchtungsstärke ist der Quotient aus dem einfallendenn Lichtstrom je Element der Empfängerfläche, also die Strahlungsleistung je Fläche.

M

Manschette ist ein an die Durchdringung einer Abdichtung angeformtes Einbauteil, das wasserdicht an die Durchdringung angeschlossen wird, z. B. mit einer Schelle, und mit der Abdichtung wasserdicht verbunden ist, in Sonderfällen auch aus der Abdichtung selbst hergestellt.

Massivhaus: Die Germanen lebten in einfachen, ebenerdigen Hütten, gezimmert aus rohen Baumstämmen und gedeckt mit Strohdächern - ohne Zimmer, Treppen, Türen oder Fenster. Erst die Römer brachten die Baukunst und damit Massivhäuser in unsere Region. Sie erstellten Mauern aus behauenen oder gebrannten Steinen, verwendeten Ziegel für das Dach und bauten Fenster aus Glas ein. Ein Römerhaus bestand häufig aus mehreren Stockwerken, hatte Räume mit Türen und manchmal sogar einen Keller. Auch die für Thermen entwickelte Heizung kam erst mit den Römern zu uns.

Merkantiler Minderwert
Nach dem Buch Werner/Pastor/Müller: Baurecht von A-Z (7. Auflage) ist die Definition des merkantilen Minderwertes:
Der merkantile Minderwert liegt nach der Rechtsprechung des BGH
"in der Minderung des Verkaufswertes einer Sache, die trotz völliger und ordnungsmäßiger Instandsetzung deshalb verbleibt, weil bei einem großen Teil des Publikums vor allem wegen des Verdachts verborgen gebliebener Schäden, eine den Preis beeinflussende Abneigung gegen den Erwerb besteht"
(BauR 1991, 744; BauR 1986, 103 = NJW 1986, 428; BauR 1995,388 = NJW-RR 1995, 591 -herabgesetzte Tragkraft von Geschossdecken).
Ein solcher Minderwert kann auch Bauwerken anhaften (BGH, BauR 1971, 124). Der merkantile Minderwert stellt einen "Schaden am Bauwerk" dar, den der Schädiger auszugleichen hat. Unerheblich ist dabei, dass etwaige Baumängel beseitigt werden/worden sind, da die Annahme des merkantilen Minderwertes gerade auf der allgemeinen Lebenserfahrung beruht, dass eine einmal mit Mängeln behaftet gewesene Sache trotz sorgfältiger und vollständiger Reparatur im Geschäftsverkehr vielfach niedriger bewertet wird.
Rechtsanwalt: Zur weiteren Begründung dieser auch im Baurecht anerkannten Schadensposition verweise ich auf die höchstrichterliche Rechtsprechung, insbesondere auf die grundlegende Entscheidung des BGH im Urteil vom 08.12.1977 (Baurecht 1979, S. 158).
Dort hat der BGH ausgeführt, dass der merkantile Minderwert in der Minderung des Verkaufswertes einer Sache liege, die trotz völliger und ordnungsmäßiger Instandsetzung deshalb verbleibt, weil bei einem großen Teil des Publikums vor allem wegen des Verdachts verborgen gebliebener Schäden, eine den Preis beeinflussende Abneidung gegen den Erwerb besteht. Ein derartiger Minderwert könne auch Gebäuden anhaften (BGH aaO., S. 158). Die Annahme des merkantilen Minderwertes beruhe nach BGH gerade auf der Lebenserfahrung, dass eine einmal mit Mängeln behaftet gewesene Sache trotz sorgfältiger und vollständiger Reparatur im Geschäftsverkehr vielfach niedriger bewertet wird.
Diese Voraussetzungen liegen auch hier vor:
Die beiden Gutachten belegen, dass das Objekt mit einer Vielzahl von Mängeln behaftet war

Metallband ist ein dünn (bis auf < 0,1 mm) ausgewalztes Metall als Trägereinlage für Dampfsperren, Bahnen für druckwasserhaltende Abdichtungen oder Wurzelschutzbahnen, meist in Kombination mit einem Glasvlies bzw. -gewebe.

Metall-Kunststoff-Verbund ist eine Metallfolie mit ein- oder beidseitiger Beschichtung als Trägereinlage für Dampfsperren oder Wurzelschutzbahnen, meist in Kombination mit Glasvlies bzw. -gewebe.

Mineralwolle (Mineralfaser) ist Glas- oder Steinfaser. Sie wird als Plattenware oder Dämmbahn für die Wärmedämmung eingesetzt (DIN 18165-1).

Mischwasser: Schmutzwasser + Regenwasser
Naht ist die Verbindung zweier Bahnen einer Abdichtungslage an ihren Längs- oder Querrändern.

N

Nahtverbindung ist die wasserdichte Verbindung der Überdeckungen.

Nassraum ist ein Innenraum, in dem nutzungsbedingt Wasser in solcher Menge anfällt, dass zu seiner Ableitung eine Fußbodenentwässerung erforderlich ist. Bäder im Wohnungsbau ohne Bodenablauf zählen nicht zu den Nassräumen. 

Nichtbelüftetes Dach (frühere Bezeichnung: Warmdach) ist eine einschalige Dachkonstruktion, bei der alle Funktionsschichten direkt übereinanderliegen.

Nichtgenutzte Dachfläche ist eine Fläche, die nur zur Kontrolle und Wartung begangen wird.

Niedrigenergiehaus: Verbrauch: 70 bis 50 kWh/m'. Damit noch etwas sparsamer, ars es die Energiesparverordnung von 2002 für Neubauten vorschreibt. Notwendige Dämmstärken und zulässiger Wärmeverlust (U-Wert) beim Dach: ~o bis 25 cm /0..2; Wände 12 bis 15 cm /0,3; U-Wert Fenster 1,4. Heizung Niedertemperatur- oder Brennwertkessel.

Notabdichtung ist eine befristete Abdichtung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notabdichtungen sind keine dauerhafte Lösung. Von ihr können nicht die Kriterien einer Abdichtung erwartet werden. Sie ersetzen keine Abdichtung.

Notentwässerung: DIN EN 12056 und DIN EN 1986 Teil 100. (Fa. Sita (www. sita ? bauelemente . de) bietet kostenlose Berechnung eines Daches und Programme an ) (2006).

Nullenergiehaus:  Verbrauch: 0 kWh/m2. Der Begriff ist nicht klar definiert und meint meist ein Passivhaus, das ausschließlich solar beheizt wird, was nur mit einem sehr großen Speicher funktioniert. Zusätzlich liefert eine Photovoltaik-Anlage Strom in der Größenordnung der im Haus verbrauchten Menge.

Nutzungsfeuchte ist die Feuchtigkeit, die bei der Nutzung des Gebäudes in den Innenräumen entsteht.

O

Oberflächenschutz ist eine Schutzschicht auf der Oberlage der Abdichtung, welche diese vor mechanischer Beanspruchung und Witterungseinflüssen schützt.

Oberflächenwasser: Wasser natürlicher oder künstlicher oberirdischer Gewässer (z.B. Fluss-, See- und Talsperrenwasser) sowie angereichertes Grundwasser.

Oberlage ist die oberste Lage der Dachabdichtung.

Öffentliche Kanalisation: Öffentliche Kanäle und Leitungen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, Abwasser (Schmutz- und/oder Regenwasser) zu sammeln und abzuleiten.

Oxidationsbitumen (siehe geblasenes Bitumen)

P

Parkett

 

Passivhaus: Verbrauch:.15 bis 10kWh/m2.Notwendtge Dämmstärken I U-Wert beim Dach: 40 bis 50 cm 10,1; Wände: 25 bis 35 cm I 0,15; U-Wert für Fenster 0,8. Kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung; extrem dichte Gebäudehülle; keine Heizung, nur noch Warmwasser und im Winter Aufheizen der Zuluft.

Penetration (Eindringtiefe) ist eine Prüfung zur Bestimmung des Härtegrades von Bitumen.

Plasmaelektrolytische Oxidation -PEO, nach KERONITE "Eine neue, revolutionäre umweltschonende Oberflächentechnik Schichteigenschaften Schichten auf Magnesium und Aluminium und deren Legierungen für höchste Ansprüche...
Hohe Härten, hervorragender Korrosionsschutz, sehr gute Abriebfestigkeit oder als Haftgrund für nachfolgende Kompositschichten
Was ist PEO? Durch Plasmaentladung resultierende, definierte Schichtbildung in Form von oxidischen, mit dem Substrat verwachsenen Keramikschichten.

Plastizitätsspanne ist der Temperaturbereich zwischen dem Kaltbiegeverhalten und der Wärmestandfestigkeit von Bitumenbahnen.

Plastomerbitumenbahnen (PYP) sind Bitumenbahnen, deren Deckschichten aus mit Plastomeren modifiziertem Bitumen bestehen.

Plug-in-Lampen: Leuchtmittel mit innen liegendem Zündgerät, Metalldampfhalogen- und Natriumhochdrucklampen, die am HQL-Vorschaltgerät betrieben werden können.

Plusdach
ist eine nichtbelüftete einschalige Dachkonstruktion, bei der der Dachaufbau unmittelbar auf der Unterkonstruktion aufliegt. Dabei wird ein Teil der Dämmschicht unter und ein Teil über der Abdichtung angeordnet. Die letzte Lage der Dämmschicht wird mit einer Auflast/Oberflächenschutz versehen.

Polyestervlies ist eine Trägereinlage mit hoher Höchstzugkraft und hoher Dehnung für Dachdichtungsbahnen und Schweißbahnen.

Polymerbitumenbahnen ist der Oberbegriff für Elastomerbitumenbahnen (PYE) und Plastomerbitumenbahnen (PYP).

Polystyrol (siehe EPS und exPS)

Polyurethan (siehe PUR)

Porenbeton:  4 Mio. Löcher / cbm hat ein Porenbetonmauerstein

Pulverbeschichtung ?EPS: In seiner Vielfalt (ca. 350 Farbtöne lagervorrätig) als individuelle Möglichkeit bei der Erfüllung ästhetischer Gestaltungswünsche mit den Werkstoffen Aluminium oder verzinktem Stahl... Pulverbeschichtung die besonders umweltfreundliche Note.
Was bedeutet EPS? Durch geregelte Elektrostatik... kontrollierter Farbauftrag in Pulverform mit anschließender Polykondensation der Lacksysteme mittels thermischer Behandlung.

PUR bedeutet Polyurethan-Hartschaum. Er wird als Plattenware oder Dämmbahn für die Wärmedämmung eingesetzt (DIN 18164-1).

Q

Quellwasser: Örtlich begrenzter natürlicher Grundwasseraustritt. 

R

Raumtemperatur: Die Raumtemperatur richten sich nach DIN 4701 und der Arbeiststättenrichtlinie.

Rauchdichte Tür = Rauchschutztüren sind selbstschließende Türen und dazu bestimmt, im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch zu behindern (DIN 18095-1). Dichtschließend = 3 Seiten.
Rauchschutztüren = Wohnungseingangstüren.
Rauchdicht = 3 Seiten + Senkdichtung.
 Musterbauordnung : Wohnungsbau: rauchdicht + selbstschließend = Wohnungstür!

Rauchschutzklappe: DIN 18232-2 (allgemeine anerkannte Regel der Technik) und VdS CEA 4020 (versicherungstechnische Bewertungsgrundlage). FVLR Fachverband  Lichtkuppel, Kichtband und RWA e.V. 

Raumlufttechnische Anlagen: VDI 6022 Blatt 1?Hygenie-Anforderung an Raumlufttechnische Anlagen.

Raumtemperaturen: Die Raumtemperaturen richten sich nach der DIN 4701.

Reeperbahn: Die Reeperbahn ist keineswegs nur eine Hamburger Straße für Vergnügungen verschiedenster Art. Schon sehr viel länger bezeichnet man damit den Ort, auf der die Fasern und Garne zu Litzen und Seilen zusammengeschlagen werden (Reep = Seil). Hier lassen sich Litze und Seile von bis zu 400 Metern Länge herstellen.

Regenentlastungsanlagen: Einrichtungen der Kanalisation oder Abwasser- behandlungsanlagen, die das System bei starkem Regenwasseranfall hydraulisch entlasten.

Regeldachneigung (RDN) im Steildachbereich ist die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich ein Bedachungsmaterial in der Praxis als ausreichend regensicher erwiesen hat.

Regenfestigkeit ist der Zeitpunkt, zu dem flüssige oder spachtelbare Abdichtungen so weit abgebunden haben, dass sie durch darauf einwirkenden Regen nicht geschädigt werden. Bitumenbahnen für die Bauwerksabdichtung sind sofort nach Einbau regenfest.

Regensicherheit ist die Dichtigkeit von Dachdeckungen gegen rasch ablaufendes Niederschlagswasser. Zur Verhinderung des Einwehens von Nässe, Schnee und Staub in die Dachkonstruktion sind zusätzliche Maßnahmen zu treffen.

Reißfestigkeit (siehe Höchstzugkraft)


Rettungswege: müssen im Lichten mind. 90x90 cm groß sein (§ 14 Abs. 5 LBOAVO). Die Türen müssen gemäß Unfallverhütungsvorschrift BGV A 8 ?Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz? gekennzeichnet sein. Diese Türen müssen in Fluchtrichtung aufgehen und sich von innen ohne Hilfsmittel jederzeit leicht öffnen lassen, solange sich Arbeitnehmer in der Arbeitsstätte befinden. Schlüsselkästen sind nicht zulässig.
Vgl.: Arbeitsstättenrichtlinie § 10, §19 + §52.

Rollenregalanlage: Richtlinie für Lagereinrichtungen und ?geräte (Sicherheitsbestimmungen gem. ZH 1/428) (Berufsgenossenschaft BG).

S

Sanitärinstallation: Nach der DIN 18381.

SBS bedeutet Styrol-Butadien-Styrol und wird in Elastomerbitumen-Bahnen eingesetzt.

Schaumglas ist ein hochdruckfester, formbeständiger Wärmedämmstoff und wird als Plattenware eingesetzt (DIN 18174).

Schelle ist eine ringförmig zu schließende Spannvorrichtung zum wasserdichten Anschluss von Abdichtungen und Manschetten an durchdringende Bauteile mit kreisförmigem Querschnitt.

Schlagregenschutz: gemäß DIN 4108 Teil 3, DIN 18055, Ausg. 1981.

Schmutzwasser entsteht aus Frischwasser, das durch den Gebrauch von Waschwasser oder Spülwasser in seinen chemischen und physikalischen Eigen- schaften verändert worden ist.

Schutzlage ist eine zusätzliche Lage zum Schutz der Abdichtung vor schädigenden Einflüssen.

Schutzmaßnahme ist eine bauliche Maßnahme zum vorübergehenden Schutz einer Abdichtung während der Bauarbeiten.

Schutzschicht ist eine Schicht aus Baustoffen zum dauernden Schutz der Abdichtung vor mechanischen und thermischen Beanspruchungen.

Schweißbahnen sind Bitumenbahnen mit dickeren Deckschichten (Bahndicke in der Regel 4?5 mm), die im Schweißverfahren unter Wärmezufuhr verlegt werden.
Schweißverfahren ist die Verfahrenstechnik für Schweißbahnen, bei der die Deckschichten durch Wärmeeinwirkung angeschmolzen und die Bahnen so mit dem Untergrund verbunden werden.

Schwimmbäder: VDI 2089-1 Entwurf Technische Gebäudeausrüstung von Schwimmbädern, Hallenbäder März 2005.

Sickerwasser aufstauend ist unter Einwirkung der Schwerkraft frei abfließendes Niederschlags- und/oder Brauchwasser, das auf wenig durchlässigen Bodenschichten zeitweise aufstauen kann.

Silikonfuge im Estrich im UG: Ausbilden" Verfüllen" Schließen und Abdecken von Fugen mit Fugenmasse oder Fugenprofilen zählt nicht zu den Nebenleistungen" sondern zu den Besonderen Leistungen bei Estricharbeiten.
Ist keine dahingehende Leistung vertraglich vereinbart, ist eine offene Estrichrandfuge nicht als Mangel zu bewerten. Einzelheiten siehe VOB Teil C, ATV - Estricharbeiten- DIN 18353.

Starrer Anschluss ist der Anschluss der Dachabdichtung an Bauteile, die mit der Unterkonstruktion fest verbunden sind.

Steinkohlenteerpech wird bei der zerstörenden Verkokung oder Verschwelung von Steinkohle gewonnen. Seit 1979 nicht mehr für Abdichtungswerkstoffe eingesetzt.

Stuhlrollen: Im Stuhlrollenbereich auftretende Schäden können zahlreiche Ursachen haben: Der Bodenbelag weist keine Stuhlrolleneignung auf; der Belag wird beim Befahren ausgewalkt oder einzelne Schichten trennen sich, weil sie von Haus aus mangelhaft verbunden waren. Der Flor von Teppichböden verschleißt vorzeitig, weil die an den Stühlen eingesetzten Rollen falsche Laufflächen aufweisen (Regel: harter Belag -weiche Rollen, weicher Belag harte Rollen). Bodenbeläge lösen sich vom Klebstoff, weil der Kleber nicht stuhlrollengeeignet war oder nicht in der erforderlichen Menge/Schichtdicke aufgetragen wurde oder der Belag wurde nicht intensiv genug angerieben. Gleiches trifft für Ausgleichs- und Spachtelmassen zu, bei denen über- (dies ein falscher Ansatz (zu viel Wasser, zu spät verarbeitet) zu Mängeln führen kann. Schließlich können Schäden auf die mangelhafte Festigkeit des Untergrundes, auf lose, absandende oder durch das Befahren sich lösende Oberflächen zurückzuführen sein. Stimmen alle Faktoren, besteht ( noch immer die Möglichkeit, dass äußere Einflüsse wie zu nasse Reinigung des Belages, ein Wasserschaden, zu hohe Temperaturen bei Fußbodenheizungen, Restfeuchtigkeit im Untergrund, aufsteigende Feuchtigkeit aus Rohdecken und so weiter zu Mängeln führen.

Stolperfallen: Merkblatt ZH 1/571 für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr von der Zentralstelle für Unfallverhütung und Arbeitsmedizin des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Nach § 20 Abs. 1 UVV ? Allgemeine Vorschriften darf der Höhenunterschied bei Stolperstellen maximal 4 mm betragen. (2002)

Stoß ist der Bereich einer Abdichtung, in dem Nähte oder Anschlüsse der einzelnen Abdichtungslagen übereinanderliegend oder um Überlappungsbreite versetzt in der Abdichtung angeordnet sind.

Stoßlüften Im Gegensatz zum Dauerlüften werden beim S. Fenster und Türen für kurze Zeit weit geöffnet. Gelegentliches S. spart gegenüber Dauerlüften sehr viel Energie ein: Während beim Dauerlüften kontinuierlich Wärme von innen nach außen gelangt, wird beim S. jeweils nur einmal die warme, verbrauchte Luft komplett ausgetauscht. Mauerwerk und Möbel bleiben dabei warm und erwärmen nach dem Fensterschließen schnell wieder die Raumluft. 

Stütz- und Nagelbohlen sind konstruktive Bauteile zum Schutz gegen Abgleiten von Wärmedämmschichten und zur mechanischen Befestigung der Abdichtungslagen.
Styropor (siehe EPS und exPS)

T

Taupunkttemperatur: Die Taupunkttemperatur ist jene Temperatur, bei der Luft keinen weiteren Wasserdampf mehr aufnehmen kann, also zu 100 % gesättigt ist. Sinkt die Temperatur, kondensiert das Wasser teilweise und scheidet sich als Nebel oder Tau ab. Bei jeder weiteren Temperaturerniedrigung kondensiert Wasserdampf immer in dem Umfang, dass die relative Feuchtigkeit der Luft bei 100% verbleibt. 

Teer (siehe Steinkohlenteerpech)

Teerpappe ist ein Vorläufer der heutigen Bitumenbahnen, bestehend aus teergetränkter Filz-Trägereinlage, Teer-Deckschichten und Abstreuung aus Feinsand.

Telleranker ist ein Einbauteil, in der Regel aus Stahl, zur Verankerung zweier Bauteile, die durch eine Abdichtung getrennt sind und das im allgemeinen die dauerhafte Einbettung der Abdichtung sicherstellt.

Toilette innenliegend: Belüftung der Toilette und deren Vorraum bei öffentlichen Gebäuden hat nach der Arbeitsstättenrichtlinie ASR 37/1 ?Toilettenräume? zu erfolgen.

Trägereinlagen sind z. B. Vliesstoffe, Gewebe, Verbundeinlagen oder Metallbänder, die als Einlage der Bitumenbahnen verwendet werden.

Transmissionswärmeverlust: Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Es gilt: je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der Energieeinsparverordnung liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30%) und 0,44 W/(m2.K) (kleine Gebäude).  

Trennschicht/-lage ist eine Schicht oder Lage zur flächigen oder teilflächigen Trennung einer Dachabdichtung oder der Dampfsperre von Bauteilen und Schichten.

Tränkung ist die Imprägnierung von Trägereinlagen in der Bahnen-Produktion vor dem Aufbringen der Deckschichten, um Hohlräume auszufüllen und Eigenfeuchtigkeit zu eliminieren.

T-Stoß ist das Zusammentreffen der (Längs-)Naht einer Bahn mit der (Quer-) Naht der benachbarten Bahn.

U

Überdeckung (Überlappung) ist der Bereich, in dem zwei Bahnen einer Abdichtungslage zur Herstellung von Längs- und Quernähten übereinanderliegen.

Überzähne: Merkblatt ZH 1/571 für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr von der Zentralstelle für Unfallverhütung und Arbeitsmedizin des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Nach § 20 Abs. 1 UVV ? Allgemeine Vorschriften darf der Höhenunterschied bei Stolperstellen maximal 4 mm betragen. (2002) ? DIN 18202 Toleranzen im Hochbau: ?Absätze und Höhensprünge zwischen benachbarten Bauteilen sind gesondert zu regeln.?

Uferfiltrat: Wasser, das den Wassergewinnungsanlagen durch das Ufer eines Flusses oder Sees im Untergrund nach Bodenpassage zusickert und sich mit dem anstehenden Grundwasser vermischt.

Umkehrdach ist eine nichtbelüftete einschalige Dachkonstruktion, bei der der Dachaufbau unmittelbar auf der Unterkonstruktion aufliegt. Dabei wird die Wärmedämmschicht über der Abdichtung verlegt und mit Auflast/Oberflächenschutz versehen.

Unterkonstruktion ist die flächige Unterlage zur Aufnahme des Dachaufbaues.

V

Verdeckte Nagelung ist die mechanische Befestigung einer Bitumenbahn in der Überdeckung (siehe Überdeckung) mit Dachpappstiften.

Verstärkungseinlagen sind zusätzliche Lagen in Abdichtungsbereichen mit hohen Beanspruchungen.

Verwahrung ist die Sicherung des Abdichtungsendes gegen Wasserhinterläufigkeit.

Voranstrich ist eine niedrigviskose Bitumenlösung oder Bitumenemulsion, die auf der Unterkonstruktion oder im Bereich von Anschlüssen zur Staubbindung und als Haftverbesserung für zu verklebende Abdichtungen aufgetragen wird.

Vordeckung ist eine Schutzlage, die als zusätzliche Maßnahme vor Aufbringung der Dacheindeckung verlegt wird.

Versätze: Die stark überstehende Metallkante, stellt - auch wenn hier ein farblicher und materialbedingter Belagswechsel (Kontrast) vorliegt -eine Stolpergefahr dar, weil man in der Regel trotzdem nicht mit einer derartigen Stolperkante rechnet.
Auch kann man sich, wenn man barfüßig oder mit Socken bekleidet ist, sehr unangenehm die Zehen anstoßen.
In der DIN 18 202 Toleranzen im Hochbau, Bauwerke (IV), Abschnitt 5 Ebenheitstoleranzen, sind Absätze und Höhensprünge bzw. Stolperstellen nicht geregelt. Die DIN macht dazu folgende Aussage: "Absätze und Höhensprünge zwischen benachbarten Bauteilen sind gesondert zu regeln" Daher soll hier als weitere Beurteilungsgrundlage das Merkblatt ZH 1/571 für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr dienen, das von der Zentralstelle für Unfallverhütung und Arbeitsmedizin des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften herausgegeben wurde.
Dem Merkblatt ist u.a. zu entnehmen: "Fußböden dürfen keine Stolperstellen aufweisen. Sie müssen nach § 20 Abs. 1 UW -Allgemeine Vorschriften -eben ausgeführt sein. Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm."
Allerdings halte ich für diesen speziellen Gefahrenbereich den Grenzwert von 4 mm dieser Vorschrift für immer noch viel zu hoch und meine, dass hier aus Sicherheitsgründen ein maximaler Überstand der Metallkante zum Bodenbelag, von max. 2 -3 mm noch vertretbar wäre. Unabhängig davon,. wird hier das Grenzmaß nach dieser Vorschrift um weit mehr als 100% überschritten.
Es liegt ein technischer und sicherheitsrelevanter Mangel vor.
Gensmantel 2004 ? Haver - Häussler -Soller

W

Wärmebrücke: Wärmebrücken sind Zonen der Außenbauteile, bei denen gegenüber der sonstigen Fläche ein besonders hoher Wärmeverlust auftritt. Neben geometrischen gibt es insbesondere konstruktive Wärmebrücken, die an Bauteilanschlüssen auftreten. An diesen Stellen können sich im Übrigen die raumseitigen Oberflächentemperaturen abkühlen und so Grundlage für eine
eventuelle Schimmelpilzbildung sein. Wärmebrücken müssen deshalb besonders konstruktiv behandelt und energetisch optimiert werden.

Wärmedämmschicht ist eine Schicht im Dachaufbau, die den Wärmedurchgang zwischen innen und außen vermindert.

Wärmestandfestigkeit ist eine Prüfung des Ablaufverhaltens von Bitumenbahnen bei hohen Temperaturen.

Wärmeübertragende Umfassungsfläche (A): Auch Hüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberster Geschossdecke oder Dach.
Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach Außen dringt.

Warmdach (siehe nichtbelüftetes Dach)

Warmes Wasser nach DVGW -Arbeitsblatt W 552 soll nach drei Liter Auslaufwasser an einer Warmwasserzapfstelle warmes Wasser (warmes Wasser hat min. 35 °C) ausfließen. In diesem Bauvorhaben sind die Warmwasserzähler für die einzelnen Wohnungen bzw. Nutzungseinheiten im Heizraum montiert und mit einer Rohrbegleitheizung ausgestattet. Die Rohrbegleitheizung hat die Aufgabe den Wärmeverlust der Leitungen während der Stillstandszeiten des Wassers auszugleichen, d.h. die Warmwassertemperatur auf einem gewissen Temperaturniveau zu halten. Dieser Ausgleich des Wärmeverlustes erhöht den Warmwasserkomfort, kostet aber Energie.

Betriebskostenvergleich:
Ein funktionierendes Heizband gleicht den Wärmeverlust bei stillstand aus, bei nachströmendem Warmwasser (genügend Temperatur in der Warmwasserleitung) regelt es den elektrischen Strom selbsttätig zurück, d.h. es verbraucht trotz vierundzwanzigstündiger Bereitschaftszeit für ca. fünfzehn Stunden Strom. Unterstellt man eine dreimalige Benutzung der Warmwasseranlage pro Wohnung mit einer Unterbrechung der Zapfzeiten von mehr als vier Stunden (nach dieser Zeit ist die Auskühlung der Leitung deutlich spürbar) so ergeben sich folgende Betriebskosten pro Wohnung und Tag:
Rohrbegleitheizung:
ca. 8 m Warmwasserleitung á 7 W/m  = 56 W/m
bei 15 Std/Tag     = 840 Wh/d
bei 10 Cent/kWh Strom kosten   = 0,084 Euro/d
ablaufendes Wasser pro Benutzung  = 3 l
dreimaliges Benutzen    = 9 l
Wasserpreis 0,5 Cent/l    = 0,045 Euro/d
Energiekosten zum Erwärmen von
1 I Wasser (0,0467 kWh)
mit Öl 5 Cent/kWh     = 0,021 Euro/d
Gesamtkosten ablaufendes Wasser  = 0.066 Euro/d
Es ist richtig, dass das zuerst auslaufende Wasser als Warmwasser gezählt wird.
a) Eine auslaufende Wassermenge bis drei Liter ist kein technischer Mangel, sondern eine Komforteinbuße.
b) Die Reparatur der Heizbänder wird einen Kostenaufwand von gesamt ca. 4 -5 std. -6 40,-- Euro, also 160,-- Euro -200,.-- Euro + MwSt. betragen.
c) Da die Betriebskosten beim Betrieb des Heizbandes geringfügig höher sind, ist m.E. kein Minderungsbetrag anzusetzen.

Wasseraufkommen: Eine betriebliche Größe, die zur Deckung des Wasserstandes ermittelt wird. Es setzt sich zusammen aus der Eigengewinnung und dem Fremdbezug aus dem öffentlichen Netz und von anderen Betrieben und Einrichtungen über nichtöffentliche Leitungen.

Wassergefährdungsklasse ist die Einstufung von Stoffen durch das Umweltbundesamt. 1 = schwach wassergefährdend, 2 = wassergefährdend, 3 = stark wassergefährdend.

Wasserverbrauchswerte: VDI 3807 Blatt 1: Energie- und Wasserverbrauchskennwerte für Gebäude ? Grundlagen?

Wickelkern ist ein stabiles Rohr (d > 6 cm), das in die Bitumenbahn eingerollt wird ? ein Hilfsmittel, das die vollflächige Verklebung durch gleichmäßigen Anpressdruck bei der Verlegung erleichtert (z. B. aus Metall, Kunststoff).
Wohnfläche: Aufenthaltsraum nach § 34 LBO wird für Aufenthaltsräume im Dach auf mindestens 50 % der Grundfläche, die eine Höhe von 1,50 m und mehr aufweist, eine Mindesthöhe von 2,20 m gefordert. Folglich muss ein  Raum mindestens 2,20 m hoch sein, dass er zur Wohnfläche gezählt wird.

 

Bausachverstndiger Gerd Hagen
Telefon: 0711 - 73 12 54      Telefax: 0711 - 73 39 70     E-Mail: hagen[at]sv-hagen.de