Sonntag, 04.12.2016

News + Interessantes

Hier möchten wir Ihnen Interessantes und Neues aus der Baubranche, der Rechtssprechung oder über unser Gutachtervorträge vorstellen:

Marode Brücken gefährden Sicherheit und Wirtschaftsstandort

(21.5.2013) Deutschland verschleißt seine Infrastruktur. Das wird besonders augenfällig beim Zustand der Brücken: Allein im deutschen Fernstraßennetz sind rund 300 Brücken marode. Nicht besser ist es bei den Eisenbahnbrücken. Laut einer Sonderprüfung des Eisenbahnbundesamtes war Ende 2012 von 256 überprüften Brücken rund ein Viertel sanierungsbedürftig. Immer mehr Überführungen im Land sind bereits heute nur mit Einschränkungen verkehrstauglich.

Experten schlagen angesichts des schlechten Zustands Alarm - mit gutem Grund, denn der Sanierungsstau gefährdet die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und belastet zu­gleich die Wirtschaft. Welche konkreten Auswirkungen die Brückenschäden auf die Unternehmen haben, ließ sich Ende 2012 an der Leverkusener Brücke (siehe Google-Maps) erkennen. Sie ist eine der am stärksten befahrenen Autobahnbrücken Deutsch­lands und musste aufgrund von Rissen vorübergehend für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen gesperrt werden. Für die Wirtschaft hatte das dramatische Folgen: Rund 14.000 Lkws mussten täglich große Umwege in Kauf nehmen – und damit auch hohe Zeitverluste und Mehrkosten. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer zu Köln kostete die Sperrung die betroffenen Unternehmen im Schnitt rund 1.700 Euro täglich.

Jürgen Fenske, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), sieht die Entwicklung mit Sorge: „Eine gute Infrastruktur ist die Basis für Wirtschaftskraft und Wohlstand in unserem Land. Wir müssen heute in den Erhalt investieren, um mor­gen noch mobil zu sein.“ Für die teilweise Jahrhunderte alten Eisenbahnbrücken müsse dringend etwas getan werden. „Es gibt im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn 27.000 Überführungen bzw. Brücken, manche davon sind weit über 100 Jahre alt. Schon heute müssen diese teilweise umfahren werden, vor allem vom schwereren Schienengüterverkehr. Wer wie die Politik mehr Verkehr auf die Schiene verlagern will, der muss auch dafür sorgen, dass ausreichende Finanzmittel für die Instandhaltung zur Verfügung stehen“, so Fenske.

Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sieht dringenden Hand­lungsbedarf bei den maroden Brücken: „Deutschland braucht ein Sofortprogramm für Brückensanierungen“, fordert Prof. Thomas Bauer, HDB-Präsident, „wenn wir die Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsnetze als Rückgrat unserer Wirtschaft im internatio­nalen Standortwettbewerb nicht aufs Spiel setzen wollen. Sorgen bereitet vor allem, dass insbesondere die Hauptverkehrsachsen in den westlichen Bundesländern aus den 60er, 70er und 80er Jahren den Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen sind. Vermutlich müssen z.B. auf der A45 ‚Sauerlandlinie‘ alle älteren Brücken mittelfristig erneuert werden. Allein für diese Strecke ist in den nächsten Jahren mit dem Ersatz von insgesamt 59 großen Talbrücken zu rechnen. Es ist eine der ganz großen politischen Notwendigkeiten der nächsten Legislaturperiode, die für die Instandhaltung und Er­tüchtigung der Brücken im Bundesfernstraßennetz notwendigen 7 Mrd. Euro - trotz ‚scharfgestellter‘ Schuldenbremse - im Bundeshaushalt bereitzustellen.“

Quelle: http://www.baulinks.de/webplugin/2013/0905.php4

Neue Vorschriften für die Aufstellung von Heizöltanks

Das DIBt hat für mehr Klarheit gesorgt hinsichtlich der Aufstellung von Kunststoffheizöltanks mit integrierter Auffangwanne - so genannten Doppelwandtanks. Hier waren die Zulassungen aller Hersteller bis zum 15. Mai 2013 begrenzt, da es unterschiedliche Auffassungen gab bezüglich der Aufstellvorschriften der Tanks und des notwendigen Zubehörs. Neue Vorschriften wurden im Rahmen einer DWA Arbeitsgruppe „Heizölverbraucheranlagen“ erarbeitet und sind festgeschrie­ben in der TRwS 791/1 (Entwurf), die jedoch nicht veröffent­licht wird, da die zugrunde liegende Verordnung (AwSV) noch nicht verabschiedet wurde ... und wohl auch 2013 nicht mehr verabschiedet wird.

Grundsätzlich ist klar, dass der Verordnungsgeber Tankanlagen mit mehr als 3 Reihen grundsätzlich nicht mehr genehmigt und auch die dreireihige Aufstellung wohl nicht realisiert werden wird, da man zwischen der zweiten und dritten Reihe eine Begehbarkeit fordert. Die in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) neu festgelegten Aufstellvorschriften sehen demnach vor:

  • dass sich bei einreihiger Aufstellung nichts ändert; hier sind an einer Längsseite 40 cm und an 3 anderen Seiten 5 cm Abstand vorgeschrieben.
  • dass bei zweireihiger Aufstellung an 2 Längsseiten eines Tanksystems 40 cm Abstand zur Wand gefordert werden; das bedeutet dann allerdings, dass man auch an der einen Seite zur Verbindung von Vorder- und Rückseite 40 cm be­nötigt. Daraus ergibt sich gegenüber dem Stand bis zum 15. Mai 2013 ein größerer Platzbedarf bzw. weniger Tanks in dem Aufstellraum.

Auf die zusätzlichen 2 x 40 cm kann jedoch wahrscheinlich verzichtet werden, wenn das Tanksystem mit einer Überwachung jeden Tanks bei der Befüllung (Grenzwertgeberkette) ausgerüstet ist.

 

Herr Hagen hält in Leonberg im Eltinger Hof einen Vortrag 

Am 31.01.2013 wurde gemeinsam mit Herrn RA Metzger in Leonberg im Eltinger Hof beim Ortsverband Haus + Grund Leonberg und Umgebung e.V. ein Vortrag über "Schimmel in der Wohnung" gehalten. Es nahmen etwa 80 Personen teil und es wurde anschließend lebhaft Fragen gestellt und diskutiert.


Herr Hagen hielt in der Stadthalle Leonberg einen Vortrag 

Am 18.01.2010 führte Herr Hagen in der Stadthalle Leonberg beim Ortsverband Haus + Grund Leonberg und Umgebung e.V. einen Vortrag über Schimmel durch.
Das Angebot nutzen etwa 75 interessierte Zuhörer.

  

Herr Hagen führte für das Umweltministerium auf der Familie und Heim ein Vortrag durch

Am 12.11.2009 führte Herr Hagen für das Umweltministerium auf der Familie und Heim auf der Neuen Messe in Stuttgart ein Vortrag durch. Das Thema war Schimmel in Gebäuden. Was kann man dagegen tun.
Das Angebot nutzten 35 interessierte Zuhörer.


Pfusch am Bau

Beim Bauen von Wohnhäusern in Deutschland entstehen jährlich Mängel im Wert von rund 1,4 Mrd. Euro.
Jedes neue Wohngebäude enthält im Durchschnitt 21 Mängel in Höhe von insgesamt 9.000 Euro. Dies ist das Ergebnis einer Dekra-Studie zu Baumängeln an Neubauten in Deutschland.
Auch Planungsfehler seien Ursachen von Pfusch am Bau.

Bausachverstndiger Gerd Hagen
Telefon: 0711 - 73 12 54      Telefax: 0711 - 73 39 70     E-Mail: hagen[at]sv-hagen.de